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NATURPARK NAGELFLUH
Der Natur auf der Spur

naturpark nagelfluh im allgäu

herrgotts-
beton

Seit dem 1. Januar 2008 besteht mit dem internationalen Pilotprojekt der erste grenzüberschreitende Naturpark zwischen Deutschland und Österreich. Er umfasst 24.700 Hektar im Oberallgäu und im angrenzenden Bregenzer Wald. Inmitten dieser traumhaft schönen Landschaft liegt das HUBERTUS. Umrahmt von den majestätischen Gipfeln und faszinierenden Gesteinsformationen der Nagelfluhkette.

Der Gebirgskamm des Naturparks besteht aus einzigartigem Konglomeratgestein, dem Nagelfluh. Entstanden ist dieses bizarre Gestein aus Schlamm, Schutt und Geröll, das während der Entstehung der Alpen von urzeitlichen Flüssen verfrachtet und in einer großen voralpenländischen Schwemmebene abgelagert wurde. Phasen wechselnder Kalkeinträge führten zur Bildung von Schichten unterschiedlicher Bindungsqualitäten: Schichten mit einem ausreichenden Kalkgehalt verfestigten sich zu waagrechten Nagelfluhplatten. Die nicht verfestigbaren Sand- und Lehmbänke dazwischen wurden zu weniger harten und weniger beständigen Sandstein- und Mergelschichten.

Alpweiden mit 290 verschiedenen Pflanzenarten,
wertvolle Hochlagenmoore, die in ganz Deutschland ihresgleichen suchen, Weißtannenwälder, die österreichweit
einmalig sind, mit über 500 Alpen die höchste Alpdichte im
gesamten Alpenraum – der Naturpark Nagelfluhkette kann
mit einer ganzen Reihe von Superlativen aufwarten. Geprägt
wird der erste grenzüberschreitende Naturpark zwischen
Deutschland und Österreich von seiner landschaftlichen
Vielfalt, seinen unzähligen Freizeitmöglichkeiten und der
Gastfreundschaft der Menschen.
Große Höhenunterschiede, geologische Vielfalt, nachhaltige
Alpwirtschaft – all dies hat dazu geführt, dass sich im
Gebiet auf verhältnismäßig kleiner Fläche eine große Anzahl
unterschiedlicher Lebensräume ausbilden konnte. Beim Blick
aus einem Flugzeug erinnert die Landschaft fast an ein Mosaik: Bergwälder grenzen an Alpflächen, Hochmoore,
Schluchtwälder an Bäche.

Gerade diese Grenzlinien sind oft besonders facettenreich,
beherbergen sie doch Arten aus beiden Lebensräumen.
Von der starken Vernetzung der kleinräumig angeordneten
Lebensräume profitieren auch sehr anspruchsvolle Tiere wie
das Birkhuhn, das den Übergangsbereich vom Bergwald ins
offene Gelände bewohnt, und der in Rudeln lebende Rothirsch.
Zu den schützenswerten Bewohnern der Bergwälder
zählen Auerhuhn, Haselhuhn, Weißrückenspecht, Dreizehenspecht und Sperlingskauz. Unter den Baumarten stechen Weißtanne und Eibe hervor. Auf den Alpweiden und alpinen Rasen leben Raritäten wie der weltweit geschützte Apollofalter, die Rotflügelige Schnarrschrecke oder die gelb blühende Arnika. In den Hochlagenmooren fliegen Hochmoorgelblinge und die äußerst seltene Alpen-Mosaikjungfer. Felsregionen werden von Alpenschneehühnern, Steinadlern, Gämsen, Wanderfalken und seltenen Pflanzen wie der Steinnelke besiedelt. Im Park blühen neben zahlreichen Enzian- und Orchideenarten auch echte Raritäten wie die Steinnelke oder der Allgäu-Frauenmantel. Die große Artenvielfalt im Naturpark Nagelfluhkette – man spricht auch von
einer hohen Biodiversität – hat mehrere Ursachen. Eine
wichtige Rolle spielt der große Höhenunterschied zwischen
Tälern und Berggipfeln. Viele Tier- und Pflanzenarten sind
an ganz bestimmte Höhenstufen angepasst.
Auch die geologische Vielfalt im Park trägt zum Artenreichtum bei.

Insgesamt umfasst der Naturpark 13 Gipfel. Die Nagelfluhkette bildet einen in seiner Ausformung in den Alpen einzigartigen Naturraum mit einer Vielzahl schützens-, aber auch erlebenswerter Eigenarten.