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„Was glauben´s eigentlich, warum ich den Schmarrn gerade lerne?“

Was die Frage war?

„Und, möchtest Du das Hotel irgendwann mal übernehmen?“

Die Frage stellte Rainer Plappert. Ein Hotelberater, der Karl und Walter Traubel und somit auch das HUBERTUS um die Jahrtausendwende in das Thema Wellness eingeführt hat. Damals noch das „Alpine Wellnesshotel Hubertus“. „Alpin“ nur aus dem einen Grund, damit man im Telefonbuch und auf den ersten Internetportalen ganz vorne erscheint. So einfach gelangte man damals noch auf die ersten Plätze.

Der junge, unerfahrene und mit dieser Aussage auch rotzfreche Hotelier war bzw. bin ich:

Marc Traubel, 39 Jahre alt, verheiratet, 2 wunderbare Kinder.

Und seit dem 01. November 2021 anteiliger Inhaber der Traubel Immobilien OHG und somit auch des HUBERTUS Mountain Refugio Allgäus.

Obenstehendes Zitat hat mich die letzten 20 Jahre sehr geprägt und geleitet. Mein Vater hat mir nie „das Messer auf die Brust“ gesetzt und mich gezwungen, in seine Fußstapfen zu treten. Es war immer meine eigene Entscheidung. Ich bin meinen Weg gegangen. Vielleicht teilweise von ihm im Hintergrund in die eine oder andere Bahn gelenkt, aber nie von oben herab oder aufoktroyiert. Und diese Art und Weise des Lenkens und Leitens kann ich nur jeder übergebenden Generation empfehlen.

Ich bin meinen Weg gegangen und habe viele Stationen durchlebt, welche in der Hotelbranche üblich, wichtig, wenn nicht sogar unverzichtbar sind. Die Lehre in einem der besten Hotels Deutschlands, der Sonnenalp in Ofterschwang. Barkeeper. Küchenpraktikant. Wintersaison an der Rezeption in Lech.

Darauf zwei Jahre im Schwarzwald, im Hotel Bareiss, „hochdeutsch“ gelernt. Da soll nochmal einer sagen, das können die Allgäuer nicht. Als nächste Station dann in einem der führende Tagungshotels Deutschlands das Eventbusiness gelernt. Bei einem Pionier, wie er im Buche steht. Klaus Kobjoll vom Schindlerhof in Nürnberg

Dann Studium in Heidelberg. Mit dem Abschluss Betriebswirt für die Hotellerie. Die Schulbank gedrückt und Prüfungen geschrieben. Und ja, auch ich habe mein Herz in Heidelberg verloren und meine Stütze und meinen Ruhepol, meine Frau Sabrina, gefunden.

Gemeinsam sind wir dann für zwei Jahre in die Emirate gegangen. Dubai. Damals wie heute ein Synonym für Luxus, Übermut und Vision. Einmaliges erlebt, wie die Eröffnung des höchsten Gebäudes der Welt, dem Burj Khalifa. Und noch vieles mehr, was jegliche Dimension (und auch die Länge dieses Artikels) sprengen würde.

Nach jeder dieser Stationen war mein Plan: Das mach ich jetzt noch und dann gehe ich nach Hause….
Sechs Jahre lang habe ich mir dies insgeheim immer wieder im innerlichen Zwiegespräch versprochen.

Die finale Entscheidung dazu habe ich dann jedoch nicht selbst gefällt. Mein/unser Weg wäre damals noch weitergegangen. Richtung Asien, Thailand. Die Wellnesshotellerie noch einmal von einer anderen Seite kennenzulernen war mein eigentlicher Wunsch.
Aber an einem schicksalsträchtigen Nachmittag im Oktober 2010 kam der Anruf von meinem Vater:
„Marc, ich brauche Dich hier.“
In dem Moment waren die Tage der Wanderschaft vorüber. Und es ging auf direktem Weg zurück: Von Dubai nach Balderschwang.

Im Dezember 2010, nach der bis zu diesem Zeitpunkt größten Investition in der Geschichte des HUBERTUS, bin ich in den elterlichen Betrieb eingestiegen und durfte fortan die Geschichte meiner Großeltern und meiner Eltern mit weiterschreiben.

Schnell stellte sich uns eine entscheidende Frage. Nicht die Frage des OB, sondern des WIE: Wie es weiter gehen sollte. Das Unternehmen gehörte meinem Vater und meinem Onkel Walter zu gleichen Teilen. Ob und wie überhaupt sollen und wollen sich meine Cousine und mein Cousin im Hotel einbringen? Mit wem werde ich als dritte Traubel-Generation die Geschäfte weiterführen?

Das Ergebnis war am Ende ein einfaches und schlüssiges. Der Weg dorthin ein langer, beschwerlicher und teilweise auch nicht ganz günstiger. Ohne externe Beratung hätten wir dies nicht geschafft und wir würden jetzt immer noch diskutieren.

Wie eingangs erwähnt habe ich zum 01. November 2021 die Anteile meines Onkels übernommen. Ab jetzt darf ich mich wirklich „Chef“ nennen – wobei mir „Marc“ immer noch am liebsten ist.

In den letzten Jahren haben mich vor allem vier Ereignisse signifikant geprägt: unsere Hochzeit, die Geburten unserer Kinder Kilian und Lenia. Und der Lawinenabgang im Januar 2019. Als Folge der Lawine mussten essentielle Entscheidungen getroffen werden, gerade auch, wie es mit dem HUBERTUS weitergeht und als Konsequenz daraus die Umsetzung unserer Baupläne, dem Neubau des Mountain Spring Spas.

Mehrfach wurde ich in den letzten Tagen gefragt: „Und, wie fühlt es sich jetzt an?“. Und während ich hier gerade so sitze und diese Zeilen schreibe, kann ich nur eines sagen.
Es fühlt sich gut an. Sehr gut sogar.
Ich bin stolz und voller Zuversicht, dass das, was wir in den letzten Monaten und Jahren geschaffen haben, zukunftsträchtig ist und sowohl mich als auch meine Familie wahrscheinlich ein Leben lang begleiten wird.

Ich möchte mich an dieser Stelle bedanken. Und bin mir jetzt schon sicher, dass diese Liste leider unvollständig sein wird. Entsprechend gleich vorweg ein herzliches Dankeschön an all diejenigen, deren Namen in meiner untenstehenden Aufzählung fehlt und sich der eine oder andere eventuell vergessen fühlt. Ein herzliches DANKESCHÖN an EUCH ALLE!

Vor allem möchte ich als erstes meiner Frau Sabrina und meinen Kindern Kilian und Lenia danken. Ihr habt mit mir kein leichtes Los gezogen, denn ich werde viel Zeit im HUBERTUS verbringen. Aber wann auch immer Not ist und Ihr mich sofort braucht, bin ich bedingungslos für Euch da.

Ich danke meinem Vater Karl für das Vertrauen in mich. Lieber Papa, Du hast mich in den letzten Jahren immer meinen Weg gehen lassen und die Zügel sehr lockergelassen. Vielen Dank dafür! Und ich wünsche mir vor allem eines: Dass wir noch viele weitere Jahre das Unternehmen gemeinsam leiten werden.

Ein herzliches Dankeschön auch an meine Mutter Birgit. Die immer nur das Beste für mich wollte und will und mir mit dem nötigen externen Blick oftmals die Augen öffnet, wenn etwas in meinem privaten Leben nicht so läuft, wie es laufen sollte.

An dieser Stelle möchte ich auch meinem Vadder Hansi danken - die Wörter Stiefvater / Stiefsohn haben nie das ausgedrückt, was Du für mich als Deinen Sohn empfunden hast und ich Dich umgekehrt auch als meinen Vater gesehen habe: Für all die Persönlichkeit und das logische Denken, welches Du mir mitgegeben hast.

Natürlich danke ich auch Christa, meiner zweiten Mutter, für all ihre Kreativität, ihre Vision und ihren Spirit. Ohne Dich, Christa, wäre das HUBERTUS nicht dort, wo es jetzt steht. Als eines der führenden Wellnesshotels in Deutschland.

Ich danke meinem Onkel Walter. Du übergibst mir Dein Elternhaus. Man sieht immer nur die letzten paar Jahre. Die letzten Umbauten. Aber die Basis, das Fundament hast Du in den letzten über 40 Jahren deiner Selbstständigkeit im und um das HUBERTUS gelegt.

Ein herzliches Dankeschön an all meine Großeltern. Väterlicher Seite konnte ich sie leider nie kennenlernen, aber im Geiste bin ich jeden Tag bei Euch. Mütterlicher Seite genieße ich immer noch jedes Wort, welches wir uns gegenseitig immer noch schenken dürfen. Und ich aus eurem langjährigen Erfahrungsschatz schöpfen darf und kann.

Und: natürlich danke ich unserem kompletten, aktuell über 100-köpfigen HUBERTUS-Team. Stellvertretend für alle und auch allen voran Birgit Frank, welche als unsere Prokuristin seit über 20 Jahren aus dem Hintergrund die Geschäfte leitet und führt.

Last but not least: Ich danke unseren Gästen, unseren Partnern und auch unseren Lieferanten für die Treue und Unterstützung in den letzten Jahren und Jahrzehnten.

DANKE.

In diesem Sinne werde ich mich jetzt auf meine neue Aufgabe konzentrieren. Auch wenn sich erstmal hinsichtlich der Tätigkeit nicht wirklich viel ändern wird. Dafür aber im Verantwortungsbereich…

In EWIGER DANKBARKEIT

Euer Marc

Balderschwang, an einem
verregneten Allerheiligen Abend im Jahr 2021

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