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eisbaden im allgäu

Nichts für warmduscher

Inspiriert durch einen Artikel der FAQ Bregenzer Wald wurde ich hellhörig oder besser neugierig: Kann man Baden im eiskalten Wasser lernen? Braucht es dazu einen Vorgeschmack? Ist dies nur etwas für eiskalte Burschen oder heißblütige Badenixen?

NEIN, nichts dergleichen.
Martin Steurer, ein Vorarlberger, war der Akteur meiner ersten winterlichen Badesession. Ich kontaktierte ihn aus Neugierde. Zwei Tage später stand er bei uns in der Lobby. Nach einem kurzen Kennenlernen und miteinander Warmwerden kam dann der Ausspruch seinerseits: „Wenn’ dr wennt ganga ma ie!“ so oder ähnlich. Übersetzt: „Wenn ihr bereit seid, gehen wir ins Wasser.“ Dazu ein kurzes Intro: „Ihr müsset schnuffa wenn dr ins Wasser Ieganged. “ Auf hochdeutsch: „Ihr müsst tief ausatmen, bis ihr ins Wasser geht, tief ein- und ausatmen.“

Dies war die erste Episode, sozusagen die persönliche Einführung, unserer Eisbadeveranstaltung. Ob dies wohl auch unsere Gäste inspiriert? Ob sie mitmachen? Besteht solch ein Interesse?
Uns war schnell klar: Es kommt auf einen Versuch an. Und so kam das Eisbaden zum ersten Mal auf unser Wochenprogramm.
Termin: in der ersten Adventswoche. Wetter und Wasser waren an diesem Tag perfekt: eine Außentemperatur von ca. 5 Grad Celsius und das Wasser im Naturbadesee hatte eine dünne Eisschicht.
Die Zahl der Teilnehmenden überraschte mich: sieben Damen und zwei Herren. Plus meine Wenigkeit.

DIE WIM HOF-METHODE

Martin erklärte uns zuerst ausführlich, wie er über eine Nahtoderfahrung bei einem Lawinenunglück vor Jahren zum Eisbaden kam. Seit dieser Zeit praktiziert er es regelmäßig. Wohnhaft am Bodensee hat er die Möglichkeit jahrein, jahraus ins Wasser zu gehen. Dann erzählte er uns, um was es beim Eisbaden geht. Dabei fällt der Name Wim Hof, besser bekannt als „Iceman“: Ein niederländischer Extremsportler, der 26 internationale Rekorde im Aushalten von extremer Kälte errungen hat.
Dieser entwickelte seine eigene Methode, die Wim Hof-Methode, bei der es sich um Atemtechnik in Kombination mit Kälteerfahrung handelt. Bei dieser Methode kann man bewusst über Hyperventilation sowohl seinen Puls als auch die Adrenalinausschüttung steigern. Mit folgenden Effekten:

- Tiefere Atmung,
- Verbesserung der Fettverbrennung,
- ausgeglichenerer Hormonhaushalt,
- Förderung von Muskelwachstum,
- Heilung kranker Zellen,
- entzündungshemmend.

Allein die kontrollierte Atmung, diese bewusste Vorbereitung auf den Gang ins Wasser, brachte mich in einen anderen Zustand.

Dann war es so weit: ALLE gingen ins Wasser, tief ein- und ausatmend, wie angesagt. Jeder genau so lange wie sie oder er wollte. Ich hätte im Leben nicht geglaubt, dass alle über diese Hürde gehen und in dieses eiskalte Wasser steigen würden.
Mein persönliches Glückserlebnis bei diesem ersten Mal: Ich war energetisiert, geläutert, aufgeladen, irgendwie wie neu geboren und absolut motiviert, ein weiteres Mal reinzugehen. Was ich dann auch getan habe. Und nicht nur einmal ...

Wie ist es seitdem bei mir mit dem Eisbaden weitergegangen? Ganz einfach: ich bin vom Eisbaden fasziniert. Und gehe seitdem fast täglich ins Wasser, immer verbunden mit einem gewissen Procedere: Ich bereite mich mit meinen Atemübungen vor, lege mir ein Badetuch zurecht, außerdem auch warme Kleidung und dicke Socken.
Nach etwa 1 – 2 Minuten im NaturBadeSee geht jedes Mal ein prickendes Gefühl durch meinen Körper. Ich bin hellwach, wie elektrisiert oder energetisiert. Danach mache ich noch eine intensive Bewegungseinheit entweder an der frischen Luft oder im Seeblick und schließe mit einer Tai Chi-Einheit ab.
Das Fazit allein schon von dieser kurzen Zeit der Praxis:
Ich habe einen tiefen und erholsamen Schlaf, hatte während der herbstlichen oder vorwinterlichen Erkältungswelle keinerlei Krankheitssymptome, obwohl ich tagtäglich mit einer Vielzahl an Gästen und Mitarbeitern in Kontakt bin und erfreue mich eines quicklebendigen Zustands.

Auf einen gemeinsamen Sprung ins Eiswasser bei Eurem nächsten HUBERTUS-Besuch!

Euer Karl

PS.: Vor kurzem erreichte mich eine Mail von teilnehmenden Gästen aus Luzern mit einem Bericht, wie diese weiterhin zuhause im Vierwaldstätter See dem Eisbaden frönen. Ich strahle und freue mich! 😊

Und noch ein medizinischer Bericht zu mir: Vor einigen Tagen war ich bei meinem Rheumatologen und berichtete ihm, dass ich keinerlei Schmerzen oder Symptome hätte. Darauf gab er mir den Freibrief, auf alle Medikamente zu verzichten. Ich hoffe, dass dies so bleibt ...

Eisbaden im Allgäu

ab ins eiswasser!

Hier sind unsere nächsten Termine für einen Sprung ins Eiswasser in unserem NaturBadeSee: