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20. März 2016 - karl Traubel

DAS WAR „FÜNF VOR ZWÖLF“

...war die Aussage meines Arztes als er mir das Untersuchungsergebnis mitteilte.

Und dies ein Tag vor unserem Abflug nach Schweden. Es stand zum 4. Male meine Teilnahme zum Wasalauf an.

Der Wasalauf (schwedisch Vasaloppet) ist eine der größten Skilanglaufveranstaltungen der Welt und ein Lauf der Worldloppet-Serie. Der Hauptlauf wird jedes Jahr am ersten Wochenende im März zwischen den Orten Sälen und Mora in der schwedischen Landschaft Dalarna auf dem Vasaloppsleden über 90 km in klassischer Technik ausgetragen. Das Rennen wird seit 1922 veranstaltet.
(Quelle Wikipedia)

Mit dieser Erleichterung und vielen Bierdosen im Gepäck, ging es gemeinsam mit meinem Bruder Walter, Freund Dicki der Moorhüttenwirt, dem Hösle Thomas, ein Ostallgäuer Urtyp sowie Erwin, Skilehrer und Langlaufausbilder im Lehrteam nach Stockholm. Dort dann komfortabel in einem geräumigen Bus eines deutschen Automobilherstellers aus dem Schwabenländle nach Mora. Hier bezogen wir in den schwedischen Wäldern wieder unsere gemütliche Hütte. Dicki, Kollege, Schulfreund und Küchenchef hatte Wochen vorher schon den Speiseplan geschrieben, denn die Kulinarik darf bei solch einer Woche nicht leiden. Das Menü hätte der HUBERTUS-Kulinarik stand gehalten. Dass Dicki dann auch noch kein einziges Mal im Skat verloren hat, kompensiert seine kulinarische Leistung. Überhaupt war diese Woche wieder ein Highlight. Zwar hatten wir Nebel, leichten Schneefall, jedoch einen schnellen Schnee-Ski. Wie im vergangenen Jahr liefen war am Freitag vorher noch die Staffel. Erwin und Thomas haben die Ski präpariert, dies war mein Verhängnis. Ich hatte als 2. Läufer auf der 23 Kilometer Strecke von Mangsbodorna nach Evertsberg einen zu glatten Ski. Meine Herausforderung; jedoch Thomas lieferte die Info weiter an den Rest unseres Teams und so konnten diese noch die Ski wechseln und wir mit einem äußerst passablen Ergebnis abschließen. Während meiner Wartephase als 2. Läufer, sah ich ein Kamerateam des schwedischen Fernsehens wie sie Dario Colognia interviewten. Mit Sicherheit einer der weltbesten Langläufer (und ab und an Gast bei uns im HUBERTUS). Kurz konnte ich mit ihm plaudern, er war unterwegs um die Strecke zu besichtigen und sagte er komme wieder mal zu uns nach Balderschwang. Hinter 4 Norwegern erreichte Dario als 5. in einer Zeit von 4:08:02 das Ziel. Ich erreichte mit einer Laufzeit von 9 Stunden und 40 Minuten glücklich das Ziel (Bin auch mehr als doppelt so alt wie er!). Nach dem Lauf fragten uns zwei schwedische Blondinen ob wir wüssten, dass:

"Wasaläufer ein schlechtes Gedächtnis hätten?"

Wir verneinten, dann kam ihre Erklärung. Zum Ende hin und auch nach dem Zieleinlauf fragt man sich immer wieder, wieso mache ich das? Wieso tue ich mir das an - und man schwört sich: "Das war das letzte Mal!" Jedoch einen Tag später wird in fast allen Fällen diese Aussage revidiert und man trägt sich mit dem Gedanken:

"Warum nicht wieder...?"

Hier möchte ich noch einen riesen Dank aussprechen an unser Spa-Team, welche mir den Hinweis gaben, meine Haut untersuchen zu lassen und für die Unterstützung unserer Therapeuten, dass meine lädierte Schulter ohne Komplikationen dieser Belastung stand hielt. Denn im Spätherbst hatte ich mir noch einen zweifachen Bänderriss beim Bergsteigen zugezogen. Ebenfalls gebührt ein riesen Dank unserem Balderschwanger Langlaufloipen-Präparator Gernot, welcher bei uns direkt vor der Haustüre tagtäglich über 60 Kilometer Loipe hegt und pflegt. Auf meinen Langlaufexkursionen habe ich selten solche perfekte Verhältnisse angetroffen, wie bei uns im Heimatdorf Balderschwang.

"Das Gute ist so nah..."

Skiurlaub im allgäu